2021 . Jahresrückblick

Geschehen

  • ein paar Typen stürmen den amerikanischen Kongress
  • es wird richtig kalt – -15°C
  • ein Schiff verkeilt sich im Suezkanal
  • die Impfkampagne gegen das Coronavirus läuft an
  • olympische Spiele
  • Bundestagswahl
  • die USA beenden ihre Ofensive in Afghanistan
  • 2 Wochen später ist das Land wieder in der Hand der Taliban und muss evakuiert werden
  • wir werden in Zukunft von einer Ampel regiert
  • Flutkatastrophe im Ahrtal – auch die Ruhr tritt über die Ufer
  • Tschüss Frau Merkel, Hallo Olaf Scholz
  • Prinz Philipp stirbt
  • Militärputsch in Myanmar
  • Ein deutscher – sogar aus dem Ruhrpott – bekommt den Chemie-Nobelpreis verliehen
  • einige Vulkane brechen aus: La Palma, Java und Italien
  • mit Omikron kommt eine neue Corona-Variante auf den Markt

Gesehen

Ich war 3x im Kino. In Cash Truck, Helden der Wahrscheinlichkeit und James Bond. Am besten gefallen hat mir eindeutig Helden der Wahrscheinlichkeit.

Serienmäßig habe ich mir wieder Haus des Geldes gegeben, eine neue Staffel Into The Night, und The Walking Dead. Außerdem lief mir bei Prime Hell on Wheels über den Weg, das mochte ich – trotz des unpopulären Western-Themas ebenfalls.

In aller Munde war außerdem Squid Game. Da musste ich das natürlich auch schauen und fand es ziemlich überbewertet.

Ich habe herausgefunden, dass es alle alten Schlag den Raab-Folgen bei YouTube gibt. Die haben mir so manchen Abend versüßt und es ist oft eine Zeitreise in die Vergangenheit – was man damals noch alles sagen und machen durfte und was gerade in den Medien und der Politik so passierte…

Gelesen

Leider habe ich irgendwann einfach vergessen, weiterhin aufzuschreiben, welche Bücher ich gelesen bzw. gehört habe, es müssten aber wieder ca. 25 gewesen sein. Besonders gefallen haben mir die, die hier im Blog bereits Erwähnung fanden: Eines Menschen Flügel, Infinitum, Fever und Am Ende aller Zeiten.

Außerdem gab es noch 2 neue Romane von Ursula Poznanski, nämlich Cryptos und den 3. Teil der Vanitas-Reihe. Ich ließ mich dann auch endlich mal überzeugen, Qualityland von Marc Uwe Kling zu hören – war ganz ok.

Richtig doof fand ich dieses Jahr Krähenmutter von Catherine Shepherd.

Gespielt

Auf den Tisch – in Form von Brettspielen – kam dieses Jahr wieder am Häufigsten Western Legends. Das hat sich im Freundeskreis einfach durchgesetzt. Außerdem habe ich recht häufig bei Camel Up auf Kamele gewettet. Mir hat es zudem Blätterrauschen angetan.

Zum Geburtstag bekam ich dann noch vom Freundeskreis Die Insel der Katzen geschenkt. Ich hoffe, dass das jetzt auch häufiger gespielt wird.

Von den Neuheiten des Jahres habe ich gar nicht viel mitbekommen. Auch die Spielemesse in Essen ist an mir vorbeigegangen.

Am PC trieb ich mich ein wenig in der Welt von We happy few herum, spiele ansonsten aber nicht viel.

Gemacht

Während des monatelangen Lockdowns im Winter merkte ich vor allem eines: meine Wohnung ist zu klein. Wir hatten die Möglichkeit, unseren Tai Chi-Kurs online fortzusetzen – leider begann das für mcih jedesmal mit einer großen Umräum-Aktion, um ein wenig Platz im Wohnzimmer zu schaffen.

Einen Spieleabend hier zu veranstalten ist eine logistische Herausforderung. Es geht, so lange alle am Tisch sitzen. Sobald jemand wohin will, geht das große Gerücke los. Und dann war da noch das Sofa. Es ist schön, aber sieht in dem kleinen Raum so wuchtig aus… Kurzum, ich beschloss, dass mein zukünftiger Lebensraum größer sein sollte ale 42m².

Somit begab ich mich auf die Suche nach einer Wohnung. Zuerst dachte ich daran, zu kaufen, meine Ansprüche und finanzielle Möglichkeiten waren jedoch nur schwer zu vereinbaren. Daher schaute ich mich parallel auch nach Mietwohnungen um. Irgendwann fand ich dann tatsächlich auch eine in einem Haus, bei dem ich im Vorbeifahren schon dachte „Hier wohnen wäre bestimmt auch cool.“. Und ich hatte Glück: ich bekam diese Wohnung tatsächlich!

Die Schlüsselübergabe war am 10.12.21 und seitdem arbeiten wir daran, mein Refugium wohnlich zu machen. Am 11.01.22 ziehe ich dann um.

Ich habe 2x mit ein paar Freunden gegrillt, das waren jedesmal superschöne Abende. Außerdem war ich das erste Mal seit Jahren wieder auf einer Kirmes – natürlich nur zum Essen – und am Ende des Jahres auch noch beim mittelalterlichen Weihnachtsmarkt.

Ich bin inzwischen 3x geimpft, was nicht ganz einfach war, da mein ehemaliger Hausarzt von heute auf morgen seine Praxis schloss. Ich musste mir daher innerhalb weniger Tage einen neuen suchen, bin mit diesem aber auch wirklich zufrieden.

Außerdem habe ich Unmengen Geld in mein Auto gesteckt. Nicht mal ein Jahr nach dem Kauf gingen nämlich die Reparaturen los. Und billig waren die nicht.

James Bond 007: Keine Zeit zu sterben

Anlässlich meines Geburtstags Mitte November war es schon zum 3. Mal in diesem Jahr soweit: wir gingen ins Kino. Für mich gehört James Bond zum Pflichtprogramm. Es sind die Filme meiner Kindheit, die ich Samstagabend mit meinem Vater zusammen schaute – wir hatten nur 3 Programme, da wr die Auswahl nicht so groß.

Davor

Der letzte James Bond-Film Spectre gefiel mir nchit so richtig gut, Skyfall war deutlich besser. Da Keine Zeit zu sterben auch der letzte Bond mit Daniel Craig werden würde, hoffte ich auf ein weiteres Highlight der Reihe.

Dabei

Daniel Craig zum letzten mal als James Bond.

Léa Seydoux als Bond-Girl Madeleine Swann. Mir war die Französin bisher unbekannt, aber man sah sie wohl schon, u. a. im Grand Budapest Hotel und in der Robin Hood-Verfilmung mit Russel Crowe,

Rami Malek als Bösewicht Lyutsifer Safin. Malek bekam einen Oscar für seine Darstellung des Freddie Mercury und ist als Hauptdarsteller von Mr. Robot in Erscheinung getreten.

Ben Wishaw spielt wieder Q, ich habe ihn neulich noch im Mensch-gegen-Wal-Abenteuer Im Herzen der See gesehen.

Außerdem sind wieder dabei: Ralph Fiennes, Christopher Waltz, Naomi Harris und Jeffrey Wright.

Darum geht’s

Der ehemalige 00-Agent James Bond ist im Ruhestand angekommen. Diesen verbringt er irgendwo in einer Hütte unter Palmen am Strand von Jamaika. Sein Rentner-Dasein wird jäh unterbrochen, als 007 auftaucht: in Gestalt einer Frau. Die neue Agentin und Bonds Kumpel Felix Leiter berichten ihm, dass ein Virus incl. Wissenschaftler aus einem Labor des MI6 geklaut wurde und sich nun in den Händen der Organisation Spectre befindet.

Bond und 007 machen sich auf, eine Party der Mitgleider von Spectre zu beschatten. Und werden prompt enttarnt. Man versucht, Bond zu töten, was jedoch gehörig nach hinten losgeht. Nachdem Virus und führender Wissenschaftler erst verhört wurden, verschwinden sie schon wieder. Diesmal entführt von einem MI6-Agenten, der die Seiten gewechselt hat.

Dessen Boss Lyutsifer Safin hat Spectre ausgelöscht. Bis auf einen: Blofeld sitzt im Knast des MI6. An den Kommt er nur über dessen Psychologin Madeleine Swann ran. Und die… ist die Ex-Freundin von Bond, die dieser 5 Jahre zuvor am Bahnhof stehen ließ…

Danach

6/10

Keine Zeit zu sterben ist ein Bond-Film den ich als „ganz ok“ bewerten würde. Kein großes Kino aber er fügt sich gut in die Reihe der Filme ein. Was ich allerdings zu bemängeln habe ist 1. zuviel Schnulz. Ist ja nicht so, als wäre Madeleine Swann die erste von Bonds Frauen, die in Gefahr gerät. Bisher hatte der das mit mehr Gleichmut ertragen. 2. Hat mir der Gegenspieler zu wenig Substanz. Der ist insgesamt nur wenige Minuten lang überhaupt auf der Leinwand zu sehen und wer genau er ist und was er will, bleibt weitestgehend verborgen. Vor allem einem großartigen Schauspieler wie Rami Malek wird das eigentlich nicht gerecht.

Ansonsten gibt es das, was einen Bond-Film ausmacht: britischen Humor, Autos, technisches Spielzeug. Und ich mag den neuen Q, obwohl ich einige Filme brauchte, um mit ihm warm zu werden.

Adrian J. Walker – Am Ende aller Zeiten

Edgar Hill ist Mitte 30, verheiratet mit Beth und Vater von zwei Kindern. Und mit seinem Leben unzufrieden. Zumindest war er das, bis zur Katatrophe. Diese hat nicht nur Großbritannien sondern große Teil der Erde zerstört. Nach Tagen im Keller werden Edgar und seine Familie gerettet, jedoch bald darauf voneinander getrennt. Beth und die Kinder werden nach Cornwall evakuiert, Edgar bleibt in Schottland zurück – über 1.000 km von seiner Familie entfernt.

Er und 4 Gefährten machen sich auf den Weg, quer durch ein zerstörtes Land, begegnen Plünderern und Mördern, Gemeinschaften und Sekten aber auch Freunden und Wohltätern – und wachsen über sich hinaus.

Am Anfang dachte ich, dass dies ein ausgesprochen deprimierendes Buch wird und hatte gar keine Lust, anzufangen, es zu hören. Vor allem nach dem Prolog nahm ich an, der Leser wird hier Zeuge, wie eine Familie in einem Keller hockt und irgendwann stirbt. Dem ist aber nicht so! Wobei die ersten Kapitel schon keine leichte Kost waren – danach wird es einfacher.

Es macht einfach Spaß, Edgar und den anderen zu folgen, auch, wenn sie es nicht immer leicht haben. Die Charakter sind so wunderbar beschrieben, dass man am Liebsten selbst dabei gewesen wäre, daneben gesessen hätte und mitgelaufen wäre. Da gilt mein großes Lob auch Uwe Teschner, der es einfach beherrscht, unterschiedlichen Personen unterschiedliche Stimmen zu geben und ihnen Leben einzuhauchen. Daher gibt es hier auch eine klare Hörbuch-Empfehlung.

Am Ende aller Zeiten ist ein weises Buch darüber, was Menschen im Stande sind zu leisten, wenn etwas auf dem Spiel steht, das sie lieben. Und darüber, wie wertvoll Freundschaft und Gemeinschaft ist. Schließlich fiel es mir schwer, das Buch zu Ende zu hören, ich hätte gern noch mehr Zeit mit Edgar und den anderen verbracht und habe jede Minute genossen.